Toms Soundkarten-Zoo - Klassiker, Exoten und Kuriositäten

    • Toms Soundkarten-Zoo - Klassiker, Exoten und Kuriositäten

      Auch wenn wir schon ein paar Threads zu Soundkarten hier haben - ich mach mal einen neuen auf :) Wieso?
      Ich habe inzwischen so etliche Soundkarten, ISA wie PCI, hier rumliegen, alle mehr oder weniger verschieden mit individuellen Stärken und Schwächen, und ich möchte hier ein paar von den Exemplaren mal genauer vorstellen. Ich bin jetzt nicht auf der Suche nach einer perfekten Soundkarte oder einer, die ein bestimmtes Feature hat, mich interessiert eher, was die Karten können; auch, was sie *nicht* können und was man so alles mit ihnen anstellen kann. Ihr merkt schon, das kann "technisch" werden :D
      Eine Warnung vorweg: Meine Beiträge werden lang. Seeeeehhr lang.

      Die erste Karte, die ich hier mal vorstellen möchte, ist die
      Ensoniq Soundscape Elite
      eine meiner dienstältesten „Retro“-Soundkarten. Die Karte fällt schon allein durch ihre beeindruckenden Abmessungen auf: Ganze 31,5cm lang ist das gute Stück. Das ist fast die volle ISA-Baulänge. Auf den Markt gekommen ist die Elite im Jahr 1995 als Nachfolger der 1994 erschienenen Soundscape S-2000. Die beiden wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Karten ist der Effektprozessor und das 2MB große Sample-ROM auf der Elite.

      Schauen wir uns das Teil erstmal genauer an:
      soundscape_elite.jpg

      Am Slotblech gibt‘s drei Klinkenbuchsen: Die obere CD/AUX ist ein Line-Eingang und mit dem internen CD-Audio-Anschluß verbunden. Die mittlere ist der Line-Out und die untere der Line-In/Mic-In-Eingang. Darunter findet man einen Standard-DSUB15-Anschluß für Joystick oder externe MIDI-Geräte.
      Auf der Karte selbst ist ein Codec AD1848KP von Analog Devices verbaut, direkt daneben befindet sich der Chipsatz des Synthesizers: OTTO, rechts neben den CDROM-Anschlüssen, ist der Synth-Chip, darunter ist der Controller-Chip ODIE, der MIDI- und Hostinterface zum ISA-Bus enthält. Gesteuert wird das Ganze über den On-Board-Processor (OBP), ein Motorola MC68EC000, dem 128kB DRAM-Speicher für das Betriebssystem (die Firmware) zur Seite stehen. Links neben ODIE ist das Sample-ROM, das restliche Geraffel gehört zu den vier CDROM-Anschlüssen. Über dem Prozessor wird der sogenannte ESP aufgesteckt, der ein programmierbarer Effektprozessor ist und über MIDI-Befehle gesteuert wird.
      Die Karte ist keine PnP-Karte, die IO-Ports werden per Jumper konfiguriert, IRQs und DMA dann per Software. Die Elite braucht zumindest einen Port für den Codec (534h) und einen für den Wavetable (330h z.B.), dazu kommen zwei IRQs und bis zu zwei DMA-Kanäle für den Codec. Die entsprechenden Ressourcen sollten im BIOS für PnP/PCI gesperrt werden. Die CDROM-Schnittstelle braucht nochmal einen IRQ und einen IO-Port, kann aber per Jumper abgeschaltet werden.

      Treiber und Standards:

      Die Elite kommt mit Treibern für DOS, Win 3.1, Win95, NT4 und OS/2 daher, die DOS-Treiber stecken leider in den Win3.1- bzw. Win95-Paketen und müssen auch von dort aus installiert werden. Alle Treiber sind bei vogonsdrivers.com zu finden. Die Karte braucht zum Starten das Programm SSINIT.EXE, eine INI-Datei, die bei der Installation im Windows-Verzeichnis angelegt wird, und die passende Firmware SCOPE.COD/SNDSCAPE.COx. Mit SSINIT kann man die Karte konfigurieren und den Mixer einstellen, ein „SSINIT /I“ lädt die Firmware auf die Karte und bootet den OBP. Die Installationsprogramme legen für DOS eine Batch-Datei an, die die nötigen Umgebungsvariablen SNDSCAPE und BLASTER setzt und die Karte initialisiert.
      Kompatibel ist die Elite zuerst mal zu sich selbst, sie kann den "Soundscape-Modus" vieler Spiele, desweiteren beherrscht sie einen Sound Blaster 2.0 (nicht SBPro!), Adlib, GeneralMIDI und in sehr engen Grenzen MT32. Der AD-Codec ist eigentlich Windows-Sound-System-kompatibel, das funktioniert aber erst, wenn man ihn mit dem Tool „SSMODE“ (ssmode.zip) in den WSS-Modus umschaltet. Soundblaster und Adlib-Emulation sind komplett abschaltbar, was ein Riesen-Vorteil ist, wie wir gleich sehen – oder besser gesagt hören werden!

      DOS+Spiele:

      Die SoundBlaster-Kompatibilität ist, soweit ich das testen konnte, recht gut, bedingt durch die Emulation von SB2.0 gibts aber halt nur 8-bit Mono-Sound. Spiele wie „Tyrian“ oder „Alien Carnage“ klingen bei den Soundeffekten aber irgendwie abgehackt. Einen Totalverweigerer habe ich nicht ausmachen können, es klingt nur manchmal komisch. Viele neuere Spiele unterstützen die Soundscape-Karten direkt, so dass man hier auch eine bessere Soundqualität in Stereo bekommt.
      Hier zwei kurze Beispiele für Tracker-Musik (der gleiche Song, den Dragonsphere benutzt hat :) ), einmal über die SB-Emulation und einmal direkt über den WSS-Codec wiedergegeben (Inertia Player):
      aryx.s3m SB-Modus: Sndscape_aryx_SB.mp3
      aryx.s3m WSS-Modus: Sndscape_aryx_WSS.mp3
      Erwartungsgemäß klingt die Karte im WSS-Modus erheblich besser, die Qualität der analogen Ausgabe finde ich zumindest subjektiv sehr gut, sie rauscht nur ein bisschen.

      Soweit, so gut. Jetzt kommt der größte Schwachpunkt der Karte, den sie mit allen Soundscapes, insbesondere aber den AudioPCI-Karten teilt: die Adlib/OPL3-Emulation (...oder das, was Ensoniq darunter versteht…). Die meisten werden wohl wissen, dass AudioPCI-Karten bei FM-Musik sch***e klingen, weil sie den GeneralMIDI-Wavetable dafür hernehmen – das tut die Soundscape Elite leider auch und das klingt dann auch entsprechend. Hier z.B. „Oh-no! More Lemmings!“:
      Sndscape_lemmings.mp3
      Also: Ensoniq + FM → Murks. :thumbdown: Mehr gibts dazu einfach nicht zu sagen.

      Zum Glück, und das ist der eigentliche Zweck, für den Ensoniq die Karte vorgesehen hat, ist der GeneralMIDI-Wavetable um Klassen besser, das 2MB-Sample-ROM enthält qualitativ recht hochwertige Instrumentensamples. Da die Elite ja noch einen Effektprozessor mit an Bord hat, klingt das ganze auch nicht so trocken wie viele andere preisgünstigere Wavetable-Module oder der Vorgänger Soundscape S-2000.
      Hier mal ein paar Beispiele:
      Duke Nukem 3D: Sndscape_duke3d.mp3
      Tyrian: Sndscape_Tyrian.mp3
      Descent: Sndscape_Descent.mp3
      Was allgemein auffällt, ist, dass die Drums relativ laut und vordergründig klingen. Bei Descent oder Duke Nukem 3D stört es mich nicht, da passt es, bei Musiksücken mit klassischer Ausrichtung könnte das aber auch anders sein. Beim Duke ist, wie ich finde, viel Hall auf dem MIDI-Soundtrack, mag auch nicht jeder. Außerdem hatte ich beim Hören den Eindruck, als ob der Synth hier manchmal irgendwie aus dem "Takt" kommt, das Verhalten habe ich aber nur bei Duke Nukem 3D feststellen können.
      Der Wavetable lässt sich in einen MT32-Modus schalten, der aber nur die Standard-MT32-Instrumente bereitstellt – Samples nachladen, was z.B. viele Sierra-Spiele tun, funktioniert nicht. Trotzdem klingt, wenn nur Standard-MT32-Zeug benutzt wird, das Ergebnis ganz akzeptabel, auch wenn mir persönlich hier die Drums wirklich zu laut sind:
      Monkey Island 1: Sndscape_mi1.mp3
      Fun Fact am Rande: Obwohl die Soundscape keinen „Intelligent Mode“ auf dem MPU401 hat, funktionieren trotzdem diverse Spiele wie Space Quest 3, die eigentlich den I-Mode haben wollen – die Karte quittiert alle Befehle für den I-Mode mit einem „ACK“, sodass die Spiele denken: „Ok, alles prima!“. Andere Karten ignorieren diese Befehle kommentarlos, was dann in den Spielen nicht mehr funktioniert. Dank SoftMPU ist das aber nicht mehr so relevant.

      Windows:

      Windows erkennt die Karte nicht automatisch, die Treiberinstallation führt aber alle nötigen Schritte durch und nach einem Neustart ist die Karte da. In den Multimedia-Einstellungen kann man den internen Synth oder einen externen auswählen, im Gerätemanager lässt sich die Karte konfigurieren. Eine nette „Zusatzfunktion“ ergibt sich, wenn man der Karte im Gerätemanager zwei DMA-Kanäle spendiert. Dann erhält man ein weiteres Wave-Out-Device, das den Synthesizer und nicht den Codec für die Ausgabe benutzt. Umso lustiger wird das, wenn man sich das „Elite FX Toolkit“ installiert, mit dem man den ESP steuern kann. Das Programm ist zwar eher als Tech-Demo zu verstehen, es lassen sich aber viele verschiedene Presets wie Reverb, Chorus, Flanger, Equalizer,… auswählen und auf die Karte laden. Das Rumspielen mit den verschiedenen Effekten macht durchaus Laune, man sollte nur die Wiedergabe anhalten, wenn man die Effekte wechselt, sonst hängt sich die Karte auf.
      Einen sehr praktischen Nutzen hat das Programm aber doch: der momentan aktive Effekt lässt sich als SysEx-Message abspeichern, unter DOS kann man dann dieses SysEx mit einem geeigneten Tool (z.B. den MIDI Data Filer) wieder auf die Karte laden und so z.B. die voreingestellten Reverb/Chorus-Werte ändern, falls die einem zu heftig sein sollten. Natürlich kann man damit auch folgenden Blödsinn mit machen :)
      Sndscape_Duke_phaser.mp3
      Was hingegen nicht funktioniert hat, ist Soundausgabe via DirectSound, Spiele stürzen einfach ab oder werfen eine Fehlermeldung. Vielleicht ein Treiber-Bug (DirectSound-Support wurde erst später nachgereicht), oder meine DirectX-Version (8.1 unter Win98SE) ist einfach zu neu...

      Fazit:

      Tja, wofür kann man die Karte am besten verwenden? Ich sage vielleicht erstmal, wofür man sie nicht benutzen sollte: Als Allround-DOS/Windows-Soundmaschine für alle Lebenslagen. Dafür ist die FM-Emulation einfach zu schlecht und ein Mono-Soundblaster ist auch nicht so der Hit… WSS ist ja ganz nett, aber etwas umständlich zu handhaben und nicht jedes Spiel unterstützt WSS oder die Soundscape direkt. Meiner Meinung nach ist die Karte vor allem ein GeneralMIDI-Synthesizer, und zwar ein ziemlich guter! Ok, Roland-Synths klingen immer noch besser und eine EWS64 ist noch vielseitiger. Trotzdem mag ich den MIDI-Sound der Karte, nicht zuletzt auch wegen des ESP, mit dem man schön rumspielen kann :D
      Ich selbst würde die Karte immer in Kombination mit einem „richtigen“ Soundblaster mit „richtigem“ OPL3 betreiben – SB/Adlib-Emulation abschalten, Ressourcen der Karte für den Soundblaster aus dem Weg räumen – fertig. Die Soundscape spielt problemlos mit einem SB16 oder einer AWE32 zusammen.

      Eine Anmerkung zum Schluß: Ich weiß nicht, ob das nur bei meiner Karte so ist oder ob das bei allen auftritt: Es ist möglich, den OBP zum Absturz zu bringen, was dazu führt, dass die komplette Karte hängt und auch durch einen Kaltstart nicht wieder aufwacht. Man muss den Rechner ausschalten, stromlos machen, ca. eine Minute warten, dann geht‘s wieder… Hat bei mir anfangs für einige „Schockmomente“ gesorgt, als die Karte plötzich keinen Pieps mehr von sich gab. 8o

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tom4dos () aus folgendem Grund: Edit: typo

    • sehr cool, ich habe mir Lemmings (oh Gott, meine Ohren....) und Duke3d angehört, weil ich da die Musik sehr gut kenne.

      Duke3D finde ich klingt dennoch irgendwie komisch und dem Roland doch sehr unterlegen. Es fehlt etwas an Höhen und das eine oder andere Istrument scheint zu fehlen oder zu schnell abgehackt zu werden, kann es nicht gut beschreiben,es sind Hintergrundinstrumente die nur "kurz in Erscheinung treten". Monkey Island scheint recht gut allerdings. Der Hall bei Duke fiel mir auch gleich auf, der ist sehr übertrieben irgendwie, ich dachte schon du hättest den manuell eingeschaltet (kann manja bei der AWE32 machen im Treiber z.b, reverb und chorus)
      Chaintech 486SPM// X5 133Mhz // 16MB RAM // Riva128 // GUS2.4 & AWE32// 2GB SD & 4GB WD // 17" CRT
      Tyan S1564 // P1-233MMX // S3 4MB // AWE64 Gold mit Roland SC-55 // 128MB SOD + 4GB HDD
      Der Dos-Reloaded YT Kanal ! :thumbsup:
      :!: Verkaufe: ==Mein Verkaufsthread== <---update 06/2018
      :?: SUCHE Bigbox Games von MS, Microprose, Sierra
    • Jigo schrieb:

      Duke3D finde ich klingt dennoch irgendwie komisch und dem Roland doch sehr unterlegen. Es fehlt etwas an Höhen und das eine oder andere Istrument scheint zu fehlen oder zu schnell abgehackt zu werden, kann es nicht gut beschreiben,es sind Hintergrundinstrumente die nur "kurz in Erscheinung treten".
      Ja, genau das fiel mir auch auf, das meinte ich mit "aus dem Takt kommen". Den Hall kann man über SysEx komplett abschalten, dann klingt der Duke schonmal besser, aber immer noch nicht perfekt.
    • Kommen wir nun zu etwas „China“-Ware:

      adc8329a.JPG
      Dieses wunderschöne Exemplar chinesischer Handwerkskunst hört auf den Namen
      Zoltrix Audio Plus 6400 PnP V.2
      (oder Audio Excel AV307, so genau weiß ich das nicht) und ist eine 16bit-PnP-Soundkarte von 1995/1996, zumindest die Treiber haben dieses Datum. Die Karte ist mit einem Soundchip des Herstellers „AD Chips“ bestückt, die Bezeichnung ist CMI8329A. Der Hersteller ist zumindest mir völlig unbekannt, das „CMI“ könnte allerdings darauf hindeuten, dass es sich hier eigentlich um einen Chip von C-Media handelt, welcher in den folgenden Jahren sehr billige – ähm – preiswerte ISA- und PCI-Soundkarten auf den Markt brachte.
      Das obige Exemplar soll laut Handbuch sowohl zu Windows-Sound-System als auch SoundBlaster16(!) kompatibel sein, zumindest die SB16-Kompatibilität macht neugierig, außer den ALS100-Karten (und die auch nur unvollständig) ist sonst keine Nicht-Creative-ISA-Soundkarte zum SB16 hardwaremäßg kompatibel. Ein OPL3-FM-Synth soll ebenfalls mit dabei sein, einen passenden Yamaha-Chip kann man auf der Karte jedoch nicht finden. Natürlich könnte die FM-Synthese im 8329A-Chip stattfinden, aber da ist ja noch dieser kleine, mit DSP24 beschriftete Chip links oben…
      Hier wirds nun interessant, denn anscheinend (os2museum.com/wp/opl3-copies) ist dieser Chip ein nicht lizensierter 1:1-Nachbau des Yamaha-OPL3, mit anderen Worten: ein Plagiat. Es gibt noch mehr Soundkarten mit solchen Kopien, eine meiner Aztech-Karten hat einen ähnlichen Chip.
      Vom rechtlichen Standpunkt aus dürfte das heute niemanden mehr großartig jucken, das OPL3-Patent ist auch Mitte der 90er Jahre ausgelaufen, die Frage ist eher: Wie klingt das Teil? Original OPL3? Oder ganz schlimm?
      Außerdem vorhanden sind ein WaveBlaster-Header und eine Stiftleiste für ein „3D-Sound-Modul“, was wohl eher ein Effekt-IC zur Stereo-Basis-Verbreiterung sein soll, was in den 90er mal total angesagt war. Gut, dass es bei mir fehlt, von dieser Art 3D-Sound werde ich höchstens seekrank. Die beiden leeren Sockel sind für OP-AMPs des eingebauten Verstärkers, der aber nicht notwendig und bei mir per Jumper abgeschaltet ist. Also bleiben die Sockel leer. Der Rest ist Standard: IDE-CDROM-Anschluß, Line-In, Line-Out, Mic, Gameport. Nur der Lautstärkeregler am Slotblech fällt etwas aus der Zeit, Mitte der 90er hatten fast alle Soundkarten digitale Mixer im Soundchip integriert.

      Treiber:

      Treiber kann man im Internet mit etwas suchen noch auftreiben, einfach nach „apv2w95a.exe“ suchen. Für DOS, Win3.1, Win9x und sogar OS/2 gibt es Treiber, das DOS/Win3.1-Treiberpaket hat bei mir allerdings nicht nur nicht funktioniert, sondern meine autoexec.bat auch noch mit Müll überschrieben. :cursing: Zum Glück hat der Installer vorher eine Sicherungskopie angelegt…
      Das Win95-Treiberpaket enthält aber auch die DOS-Treiber, und diese funktionieren korrekt. Wichtig sind die Dateien APINIT.EXE zur Konfiguration der Karte und APMIX.COM, das Mixerprogramm. Beim Initialisieren der Karte werden beide Programme mit einem riesigen Wust an Parametern aufgerufen, der Installer stellt zum Glück alles richtig ein. Die Karte kann mit einem Jumper JP1 zwischen PnP- und Nicht-PnP-Betrieb umgeschaltet werden. In letzterem Fall können die Ressourcen der Karte mit APINIT eingestellt werden, insgesamt will das Teil mindestens drei Addressbereiche, drei IRQs (WSS, MPU401 und SB) und drei DMA-Kanäle (1,5 für SB16 und 3 für WSS) haben.

      DOS + Spiele:

      Fangen wir mal mit dem Positiven an: Die Karte ist wirklich gut in Sachen Kompatibilität, sowohl zu WSS als auch zum SB16 und sogar zum SBPro. Der DSP meldet sich mit Version 4.13, alle Spiele, die ich der Karte vorgeworfen habe, produzieren Sound und FM-Musik, Stereo-Sound gibts sowohl im SBPro- als auch im SB16-Modus. Tyrian, Alien Carnage, Xargon, Gods,… alle „Wackelkandidaten“ bei Soundblaster-Kompatibilität akzeptieren die Karten ohne Murren.
      Als Beispiel hier mal „Epic Pinball“ im SBPro-Modus:
      epicpinball_adc8329.mp3
      Und unseren bereits bekannten Tracker-Song aryx.s3m mit dem Inertia Player auf SB16 wiedergegeben:
      aryx_adc8329.mp3

      Für den FM-Test nehmen wir mal wieder Descent her:
      descent_adc8329.mp3
      sowie einen Ausschnitt aus „Monkey Island 2“:
      monkey2_adc8329.mp3
      und zum Abschluß noch einen AdLib-Tracker-Song:
      alloyrun_adc8329.mp3

      Soweit ich das beurteilen kann, ist das ein „echter“ OPL3 oder zumindest eine gute Kopie. Guter FM-Sound, sehr kompatibel zu allen gängigen Soundstandards – alles supi, tolle Karte, oder?!?
      Naja.
      Wer die Beispiele oben gehört hat, wird festgestellt haben: Klingt irgendwie dumpf und leblos...muss das so?

      Windows:

      Ich fürchte: Ja, muss es :(
      Die Karte lässt sich unter Win98 problemlos mit den obigen Treibern in Betrieb nehmen, man bekommt ein WSS- und ein SB16-Waveout-Device sowie einen MPU401, der auch ganz normal mit Wavetablemodul oder externem MIDI-Synth funktioniert. Interessanterweise werden für den SB16-Teil die Originaltreiber für einen Creative Labs SB16 installiert, noch ein Hinweis darauf, dass das mit SB16-kompatibel ernst gemeint ist. Ob Creative das hingegen so toll fand??? DirectSound-kompatibel ist die ganze Sache allerdings nicht, ich bekomme nur emulierte DSound-Geräte gemeldet.
      Aber was nützt einem SB16-Kompatibilität, wenn die Karte so dermaßen dumpf klingt, als hätte man einen Original 8-bit SB 1.0 im Rechner? MP3-Wiedergabe von beliebigem Material zeigt mehr als deutlich, dass die Ausgabequalität mehr als bescheiden ist, sowohl im SB16- als auch im WSS-Modus (und: Nein, an meinen MP3-Dateien liegt es nicht ;) ).
      Mit einer ESI Juli@ als Aufnahmekarte und dem Programm „Rightmark Audio Analyzer“ habe ich mal den Frequenzgang der Karte „gemessen“, sofern man das messen nennen kann…
      Das hier ist das Ergebnis:
      adc8329a_fr.png
      Abgesehen von der +3dB-Anhebung (keine Ahnung wieso) fällt auf, dass die Karte alle Frequenzen oberhalb 7kHz mehr oder weniger absägt – kein Wunder, dass das Teil so scheiße klingt… :S
      Da ich den Klang auch durch Tausch einiger Kondensatoren nicht verbessern konnte und zudem noch ähnliche Frequenzmessungen für andere C-Media-Karten (8330 SoundPro) im Netz gefunden habe, kann ich da nur noch zu dem Schluß kommen, dass die Karten wohl so verkauft wurden.

      Fazit:

      Ach, was soll denn das??? So eine schöne ISA-Soundkarte, kompatibel zu so vielen Standards, der gefakte OPL3 klingt auch, wie er soll, und dann so eine besch… Ausgabequalität. Menno. :thumbdown:
      Vielleicht schafft es ja eine findige Bastlernatur, den Analogteil der Karte so zu überarbeiten, dass sie akzeptabel klingt, aber so kann ich von dem Einsatz des Teils nur abraten. Wenn ich schon bei DOS-Spielen höre, dass da alle hohen Frequenzen fehlen, dann will ich die Karte wirklich nicht einsetzen müssen.
    • Ich habe exakt dieses Kärtchen auch. Da ich aber an dem PC in dem sie eingebaut ist wenig spiele muss ich da nachhören. :D
      Meine Vintagerechner: XT (NEC V20) #-# Epson XT portable #-# HighScreen 286@16MHz #-# L&P 286-20MHz #-# Cyrix 386DRx²-33/66 #-# ESCOM Black Slim Am386DX@40MHz #-# IndustriePC Am5x86-133 #-# Cyrix 5x86@100 VIP #-# Libretto 50CT #-# && 1x Sockel 8 & 3x Sockel4 (60MHz + 66MHz)
    • Sehr interessante Karten und toll geschriebene Beiträge. :thumbup: So ein Zoobesuch lohnt sich immer wieder :D
      Die Zoltrix Audio Plus erinnert mich wirklich sehr an meine beiden ALS100-Karten, nicht nur wegen der SB 16 Kopatibilität, auch wegen des Klangs....

      Was ist denn das für ein interessantes Analyseprogramm für die Frequenzen?
      Kleiner Industrie-PC mit 100 Mhz Intel 80486DX-4, 64 MB RAM, Diamond SpeedSTAR Plus Rev. C6, SB 16 CT2770 (oder Miro FM10, Audician 32 Plus oder welche Soundkarte ich sonst gerade so teste)
    • Die Karte hab ich auch, bei mir sind aber die beiden Sockel mit Amps bestückt und beim Testen konnte ich auch keinen dumpfen Klang ausmachen. Die klingt nicht anders als andere 08/15-Karten. Dafür konnte ich bei meiner den Wavetable-Header nicht dazu bringen, Klang aus einen Wavetable zu entlocken. Mehr als Knacksen kam da nicht. Allerdings hatte meine Karte auch verschmorte Leiterbahnen am Wavetable-Header. Die hab ich zwar erneuert, aber evtl. hat da noch mehr etwas abbekommen.

      "Zoltrix Audio Plus 6400 PnP V.2" ist korrekt, steht unter dem S/N-Aufkleber.
    • Dragonsphere schrieb:

      Sehr interessante Karten und toll geschriebene Beiträge. :thumbup: So ein Zoobesuch lohnt sich immer wieder :D
      Die Zoltrix Audio Plus erinnert mich wirklich sehr an meine beiden ALS100-Karten, nicht nur wegen der SB 16 Kopatibilität, auch wegen des Klangs....

      Was ist denn das für ein interessantes Analyseprogramm für die Frequenzen?
      Besten Dank :)
      Eine ALS100(plus) liegt hier auch noch, die ist nicht ganz so schlimm wie die Zoltrix. Bei 10kHz gehts nur auf -3.5dB statt auf -9dB runter :P
      Das "Analyseprogramm" ist Rightmark Audio Analyzer, mehr als ein Schätzeisen ist das aber nicht. Die Referenzkarte muss ziemlich gut sein und die "Messungen" kann man dann auch nur relativ zueinander vergleichen.
      Ich hatte irgendwann mal alle meine Soundkarten damit überprüft, um zu sehen, wie gut die D/A-Wandler sind.

      derSammler schrieb:

      Dafür konnte ich bei meiner den Wavetable-Header nicht dazu bringen, Klang aus einen Wavetable zu entlocken.
      Den Header hab ich nicht gecheckt, ein MIDI-Modul am Gameport funktioniert aber problemlos.
    • Nachdem die letzten beiden Soundkarten klassische ISA-Karten waren, ist jetzt mal eine PCI-Soundkarte an der Reihe, und zwar eine
      Philips Seismic Edge PSC705

      seismicedge.JPG

      Warum gerade die? Hauptsächlich deswegen, weil die Edge-Karten insgesamt etwas exotisch und eher unbekannt sind, so viele PC-Soundkarten hat Philips nicht hergestellt.
      Die Karte basiert auf einem DSP-fähigen Soundchip SAA7785, auch unter dem leicht martialischen Namen „Thunderbird Avenger“ bekannt. Entwickelt wurde der von einer Firma namens VLSI Technology, die von Philips 1999 aufgekauft wurde. Das Teil kann laut Datenblatt so einiges: 6-Kanal-Ausgabe, Hardware-Mixing auf dem DSP für DirectSound und DS3D, 64-stimmiger Wavetable-Synthesizer mit ladbaren DLS-Soundsets, Unterstützung von A3D1, EAX2 mit Reverb-Effekten, und nicht zuletzt: DOS-Support für SBPro, GeneralMIDI und OPL3! Für eine Soundkarte von 2001 war das schon eher ungewöhnlich. Neben den drei Stereo-Analogausgängen findet man noch die üblichen Line/MIC-Anschlüsse, einen Gameport und drei interne Abgriffe für CD-Audio etc. Als CoDecs kommen Sigmatel STAC9708/21 zum Einsatz.

      Treiber:

      Trotz ihres späten Erscheinungsdatums im Jahr 2001 gibt es tatsächlich noch DOS-Treiber für diese Karte, und das sogar in einem separaten Paket, welches man immer noch auf einigen Philips-Support-Seiten runterladen kann. Darin findet man neben einem Installer und diversen Treiber- und Dienstprogrammen auch die GeneralMIDI-Soundsets für den Wavetable. Die Treiber müssen in einer ganz bestimmten Reihenfolge geladen werden, dafür gibt es zum Glück eine Batch-Datei (in unserem Fall PSC705.BAT), die das erledigt. Der Treiber belegt ca. 3kB konventionellen Speicher und eine Menge XMS für die MIDI-Samples. Theoretisch kann man auch andere DLS-Samples als die mitgelieferten laden, das hat bei mir aber nicht funktioniert. Der Treiber spuckt beim Starten eine erschreckende Menge an Debug-Meldungen aus, als ob Philips eine Entwickler-Version der Treiber ausgeliefert hätte… :huh:
      Wichtig ist noch das Programm VOLCNTRL, welches den Mixer der Karte unter DOS darstellt. Neben den Lautstärken kann man hier auch Effekte wie Chorus und Reverb zuschalten und zwischen Lautsprecher und Kopfhöhrer wechseln. Große klangliche Unterschiede habe ich beim Ausprobieren aber nicht hören können. Am wichtigsten ist der Schalter, mit dem man zwischen OPL-Emulation und Wavetable hin- und herschalten kann – die Karte kann nicht beides gleichzeitig. Immerhin funktioniert der Gameport mit einem externen MIDI-Synth. Ansonsten gibt es noch Treiber für Windows 9x als VXD-Variante oder WDM-Treiber für Win98SE und Win2000. Auch diese lassen sich bis heute bei Philips direkt runterladen.

      DOS + Spiele:

      Wer PCI-Soundkarten kennt und versucht hat, diese unter reinem DOS in Betrieb zu nehmen, weiß, dass das eine hakelige Angelegenheit sein kann. Ob die Soundkarte funktioniert, hängt sowohl vom DOS-Treiber als auch vom verwendeten Mainboard ab. Ich habe die Karte hier auf einem 1GHz-Athlon mit einem Gigabyte GA-7IXE4 Mainboard getestet, früher hatte ich aber auch schon mal Tests auf einem Sockel7-System mit Intel 430TX gemacht.
      Was die Philips-Karte angeht, sind mir erstmal zwei Sachen aufgefallen. Erstens: Die Kompatibilität ist nicht besonders gut, vor allem auf dem Athlon-System nicht. Viele Spiele liefern überhaupt keinen Sound oder nur verzerrt, nicht mal die OPL-Emulation wird richtig erkannt. Descent stürzt kommentarlos ab, Doom wirft einen DOS-Extender-Fehler. Ältere Spiele wie Gods, Prehistorik oder Alien Carnage bleiben stumm. Jetzt könnte man auf die Idee kommen, dass ein Athlon vielleicht etwas schnell ist für die alten Kamellen. Allerdings laufen auf demselben System diese Spiele mit ISA-Soundkarten, aber auch mit einigen PCI-Soundkarten problemlos. Manchmal ist es notwendig den Cache abzuschalten, aber spätestens dann ist alles in Ordnung. Die Seismic Edge hingegen will einfach nicht. Auf einem K6-System mit Intel-Chipsatz wirds etwas besser, da laufen mehr Spiele wie DOTT oder Descent,aber auch nicht zuverlässig.
      Das zweite Problem ist die Stabilität der Karte: Ich hatte immer wieder auf beiden Systemen Abstürze und Sound-Loops bei verschiedensten Spielen, manchmal wurde die Karte auch spontan stumm. Hier half nur ein Neustart des Rechners. Außerdem kann ein Spiel erstmal problemlos laufen, wenn ich es beende und dann nochmal starte, kann es sein, dass nix mehr geht. Also am besten nach jedem Spiel die Reset-Taste drücken.

      Wenn die Karte dann mal funktioniert, ist der Klang eher durchwachsen. Jazz Jackrabbit läuft z.B. und klingt im SBPro-Modus so:
      psc705_jazz.mp3
      Ein Tracker-Modul (POD.S3M, „Point Of Departure“), wiedergegeben mit dem Inertia Player, ergibt folgendes:
      psc705_pod-s3m.mp3
      Die SoundBlaster-Emulation ist zumindest in der Lage, Stereo korrekt wiederzugeben. Allerdings ist der Klang dumpf und es „klirrt“ und knistert vernehmlich.
      Kommen wir zur OPL-Emulation. Manche PCI-Soundkarten (SoundBlaster PCI & Freunde) missbrauchen hier den Wavetable mit dem Ergebnis, dass der Klang bei vielen Leuten einen spontanen Fluchtreflex auslöst. Preisfrage: Macht Philips es besser? Tja. :rolleyes:
      Nehmen wir mal das „Space Quest IV“ Intro her:
      psc705_sq4.mp3
      Öhmm...na ja. Neuer Versuch: "Tyrian"
      psc705_tyrian.mp3
      Hmpf. Immerhin kann man der Seismic Edge attestieren, tatsächlich einen OPL3-Synthesizer emulieren zu wollen. Beim Willen endet es dann aber auch: Knapp daneben ist auch vorbei :D
      Der GeneralMIDI-Wavetable ist da etwas besser – mit der Betonung auf „etwas“. Der Duke gibt folgendes von sich:
      psc705_duke3d.mp3
      System Shock läuft ebenfalls
      psc705_sshock.mp3
      und hier klingt der künstliche und sehr trockene MIDI-Synth sogar irgendwie passend. Insgesamt ist der Wavetable aber eher mies.

      Windows:

      Unter Windows 9x hat man die Wahl zwischen einem VXD-Treiber und einem WDM-Treiber. Obwohl ich normalerweise die VXD-Treiber den WDMs vorziehe, weil sie schneller sind, kann ich bei den Philips-Karten nur zu den WDM-Treibern raten. Die VXD-Treiber sind schlichtweg instabil und stürzen häufig ab.
      Die Seismic Edge beherrscht an Soundstandards DirectSound, DirectSound3D, EAX 2.0 und A3D 1.0 hardwarebeschleunigt. Als 3D-Sound-Algorithmus kommt QSound zum Einsatz, eher eine Seltenheit, viele andere Karten aus der Zeit (abgesehen von Creative und Aureal) nutzen Sensaura3D. Bei der Seismic Edge ist ein Control-Panel dabei, mit dem man diverse Lausprechereinstellungen, Höhen, Bässe, den MIDI-Synthesizer und den Effektprozessor konfigurieren kann. Die Karte ist dabei stark auf 5.1-Surround-Heimkino ausgelegt, es gibt verschiedene Qsound-Effekte wie Stereo-Basisverbreiterung oder „virtueller“ 5.1-Sound auf zwei Boxen. Wie gut das funktioniert, habe ich aber nicht ausprobiert.
      Die Karte klingt bei MP3-Wiedergabe gut und ausgewogen, Bässe und Höhen sind vorhanden und gut hörbar. Allerdings neigt die Karte schnell zum Übersteuern, wenn man zu viel Effekte oder Lautstärke draufgibt.
      Ich habe lange gegrübelt, wie ich 3D-Sound am besten beschreiben und Beispiele erstellen kann. Letztendlich habe ich dann „Duke Nukem Manhattan Project“ hergenommen und einige Samples daraus in ein 3D-Sound-Testprogramm (RightMark 3DSound) gesteckt. Mit EAX 2.0 und einem „Generic“ Reverb klingt die Seismic Edge dann so:
      seismicedge_eax_test.mp3
      Schließlich habe ich noch Unreal mit dem OpenAL-Treiber ausgestattet und im DirectSound3D-Modus die Titelsequenz aufgezeichnet:
      seismicedge_unreal.mp3
      Insgesamt sind die Soundeffekte ganz gut im Raum ortbar, der Halleffekt ist deutlich zu hören, klingt aber etwas blechern. Ich finde aber den 3D-Sound eher etwas diffus und „matschig“, eine SBLive! klingt deutlich besser. Die Karte verbrät auch ordentlich Rechenzeit: In Descent 3 (secret2.dem, 640x480x16, Voodoo3 Glide, Athlon 1GHz) bekomme ich mit DirectSound 62fps, mit EAX aber nur noch 52fps. Ohne Sound sind es hingegen 161fps! Über hundert fps weniger nur für den Sound finde ich etwas heftig, zumal die Karte Probleme mit vielen gleichzeitigen Sounds bekommt: Wenn in Descent viele Soundeffekte aktiv sind, hört man ein deutliches Knistern. Das kann natürlich an den WDM-Treibern liegen, mit den VXD-Treibern habe ich aber keinen kompletten Durchlauf zustande bekommen (Bluescreen) :thumbdown:

      Fazit:

      Kein Wunder, dass kaum einer diese Karte kennt. So richtig doll ist die nicht. Interessante Ansätze, DOS-Support, mit QSound mal was anderes unter Windows – dafür dann aber miese und unoptimierte Treiber, schlechter Wavetable und instabiles Systemverhalten.
      Ich kann mich noch dunkel dran erinnern, dass kurz nach der Jahrtausendwende bei vielen Elektronikdiscountern diese Karten für wenig Geld auf dem Wühltisch lagen. Die wollte wohl schon damals niemand haben. Kann man mit der Karte irgendetwas sinnvolles anstellen? Schon, aber es gibt Tonnen an anderen Karten, die wesentlich mehr Spaß machen. Ich zumindest habe die Karte relativ schnell wieder ausgebaut. Außerdem ist der Reset-Knopf jetzt ausgeleiert :)